Wochenmarkt statt Weltmarkt
Die Globalisierung der Märkte ermöglicht uns den ganzjährigen Einkauf von Obst und Gemüse. Der Anbau auf der Südhalbkugel der Erde lässt uns das Wissen “was wächst wann” vergessen. Da gibt es Erdbeeren zu Weihnachten, Spargel im März und Weintrauben zu Pfingsten. Doch wo kommen diese her, schmecken sie überhaupt und wie ist es mit den Rückständen?
Der Einkauf von saisonalen und regionalen Produkten bedeutet, bei frischem Obst und Gemüse solche Arten auszuwählen, die in unserer Klimazone während der aktuellen Saison ausreifen können.
Viele Gründe sprechen dafür:
Saisonal-regional ist gesundheitsförderlich:
Im optimalen Reifezustand geerntete Ware weist den höchsten Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen auf. Einige dieser Stoffe bilden sich erst voll aus, wenn die Pflanzen ausreichend Tages- und Sonnenlicht bekommen. So hat z.B. ein im August geernteter Salatkopf einen drei- bis fünfmal höheren Gehalt an Flavonoiden als ein im April geernteter.
Damit unser Körper mit all den unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffen versorgt wird, ist Abwechslung angesagt. Am besten orientiert man sich daher am wechselnden Obst- und Gemüseangebot der jeweiligen Saison.
Auch Genuss und Geschmack sind erst bei ausgereifter Ware optimal, denn bei zu früher Ernte nicht nachgereifter Früchte findet keine typische Aromaentwicklung statt.
Was Rückstände betrifft, so liegt der Nitratgehalt von Treibhausgemüse höher als in Gemüse, das saisongerecht im Freiland geerntet wird. Die Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrats (z.B. aus Düngemitteln), um daraus Proteine aufzubauen. Bei Lichtmangel, wie im zeitigen Frühjahr, im Herbst und im Treibhaus, kommt die Proteinsynthese der Pflanzen ins Stocken. Deshalb enthält Winter- und Treibhausgemüse mehr Nitrat als Freiland- und Sommerware.



































































